Wasser, Stadterweiterung und Festungszeit bis Ende des 17. Jhd.

Das historische Stadtgebiet Neu-Cölln am Wasser hat seine Wurzeln in der ersten Stadterweiterung der Doppelstadt Berlin/ Cölln im Jahre 1662. Zuvor war die heutige Wallstraße noch ein Seitenarm der Spree, die umliegenden Sandbänke und Wiesen waren sumpfig und schwer bebaubar.




Johann Gregor Memhardt, Stadtplan Berlin/ Cölln, 1650 - Ausschnitt Cölln mit der Petrikirche, der Sandbank (heute Bebauung am Märkischen Ufer) und dem umliegenden Sumpfland (© Stiftung Stadtmuseum Berlin)

Mit der Stadterweiterung wurde Berlin/ Cölln zur Festungsstadt. Die zum Schutze gegen einen möglichen Angriff der Schweden vom Großen Kurfürsten errichtete Wallanlage umfasste 14 Bastionen. Die Bastionen IV bis VII lagen in Neu-Cölln am Wasser und bestimmten später maßgeblich die Parzellierung des Quartiers.

 

Benannt waren sie nach ihren aktuellen oder historischen Nutzungen: Die Gertrauden-Bastion (IV) am Spittelmarkt nach dem Gertrauden- hospital, die Salz-Bastion (V) nach dem ehemaligen Salzhof (1589), die Heubinder-Bastion (VI) nach dem gleichnamigen Gewerbe und die Köpenicker-Bastion (VII) nach ihrer Lage zur Stadt Köpenick.




Johann Bernard Schultz, Residentia Electoralis Brandenburgica, 1688, Ausschnitt Bastionen III bis VII (© Stiftung Stadtmuseum Berlin)

Die Geschichte der Wallstraße...