Zucker, Freimaurer und Baden im 18./19. Jhd.

Rund um die Wallstraße, zwischen dem Spittelmarkt und dem heutigen Köllnischen Park, wurde mit dem Abriss der Wallanlage Platz geschaffen für Produktion und Handel.  Am Spittelmarkt wurden seit 1750 Märkte abgehalten, in den benachbarten Häusern stellten Hand- werksleute ihre Waren her. Das nahe Stadtzentrum mit der Petri- kirche war über die Grünstraßenbrücke zügig zu erreichen. 




F. Albert Schwartz, Spittelmarkt 1880 (© Stiftung Stadtmuseum Berlin, Oliver Ziebe)

Zwischen der Roßstraße und der Inselstraße ließ der Bankier David Splittgerber den nach ihm benannten Splittgerberschen Garten errichten. Das Gartengelände wurde 1799 von der Nationalmutterloge zu den Drei Weltkugeln übernommen.

 

Auf dem angrenzenden Gelände des Köllnischen Parks wurde 1749 die erste bedeutende Zuckersiederei, betrieben ebenfalls von David Splittgerber, erbaut. Der Siederei folgte ein Krankenhaus, das später als städtische Irrenanstalt und als Waisenhaus fungierte. Die Waisen- brücke verband hier die Wallstraße mit dem gegenüberliegenden Spreeufer.

 

In der Nachbarschaft befanden sich außerdem eine private Stern- warte (1705 bis 1905), das Köllnische Gymnasium (1868), von dem heute noch das Lehrerhaus erhalten ist, sowie später eine Volks- badeanstalt (1888).

Die Geschichte der Wallstraße...