WALLSTRASSE:BERLIN - Vom Sumpfland ins Zentrum BerlinsWo heute die Wallstraße verläuft befanden sich noch bis Mitte des 17. Jahrhunderts Äcker und Wiesen in der Vorstadt Neu-Cölln am Wasser. Hier ließ der Große Kurfürst von 1658 bis 1683 einen Festungswall zum Schutz gegen mögliche Angriffe errichten, welcher der Straße später ihren Namen gab. |
Nur knapp vierzig Jahre später war das einst periphere Gebiet zum Zentrum und die Wallanlage zum Verkehrshindernis geworden. Sie wurde abgerissen und schaffte Raum für die wachsenden Bedürfnisse von Produktion und Handel.
|
Im Laufe der Berliner Stadtgeschichte beherbergte die Wallstraße nicht nur Berlins erste Zuckersiederei, eine städtische Irrenanstalt und in der DDR die Gäste des SED-Zentralkomitées. An der Friedrichsgracht gelegen war sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihren Wäschereien, Hut- und Rüschenmachern ein Zentrum der Berliner Textilindustrie.
Die Spuren ihrer Geschichte als Ort des Wandels und Schnittlinie zwischen den Weltanschauungen sind in der Wallstraße bis heute zu sehen: Die ursprüngliche Bebauung von Neu-Cölln am Wasser am Märkischen Ufer reiht sich an im Stil des Historismus erbaute Gründerzeithäuser und DDR-Architektur. |
Die Geschichte der Wallstraße... |

