Der Spittelmarkt

Der Spittelmarkt geht zurück auf das am Ende des 13. Jahrhunderts an dieser Stelle gegründete Gertraudenhospital für adlige Damen und später mittellose, kranke Bürger. Das Spital verlieh der Bastion IV der im 17. Jahrhundert errichteten Wallanlage den Namen Gertraudenbastion.

 

Nach dem Abriss des Festungswalls wurde hier die barocke Getraudenkirche erbaut (1739-1881). Um sie herum wurden 1750 zum ersten Mal Märkte auf dem Spittelmarkt abgehalten. Eingefasst von vier Kolonnaden, war der Spittelmarkt ein geschäftiger Stadt- platz. Die noch erhaltenen Spittelkolonnaden sind heute einige Meter vom Spittelmarkt entfernt an der Leipziger Straße zu finden.




Georg Bartels, Wallstraße 36, 1891 (© Stiftung Stadtmuseum Berlin, Oliver Ziebe)



Georg Bartels, Wallstraße 5/6, 1895 (© Stiftung Stadtmuseum Berlin, Oliver Ziebe)

Durch seine Wasserlage war der Spittelmarkt attraktiv für gewerb- liche Nutzungen, weil die Waren direkt verschifft werden konnten. Zudem wurde er um die Jahrhundertwende mehr und mehr zum Verkehrsknotenpunkt und somit attraktiv für Büro- und Geschäfts- häuser.




F. Albert Schwartz, Verkehrsknotenpunkt Spittelmarkt, 1931 (© Stiftung Stadtmuseum Berlin)

Den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges folgte in der DDR die Errichtung zahlreicher Wohnhäuser, welche den Spittelmarkt noch heute zu einem der am dichtesten besiedelten Orte Berlins werden lässt. Mit der geplanten Verlängerung der Lindenstraße wird hier nun die Verbindung zur Berliner Südstadt wiederhergestellt.

 

Die Geschichte der Wallstraße...