Stadtmuseum bald mit neuem Zentrum an der Wallstraße





Wallstraße, 6. Dezember 2007 Gegenüber des Märkischen Museums wird das Marinehaus am Köllnischen Park zeitgemäß umgebaut, um dort Teile der faszinierenden, stadthistorischen Sammlung auszustellen.

 

Mit der Einbeziehung des Marinehauses konzentriert sich die Stiftung Stadtmuseum nun mit zwei Häusern an der Wallstraße. Im Marinehaus sollen auf 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Berliner Lebenswelten seit 1918 zu sehen sein. Exponate früherer Epochen bleiben im benachbarten Märkischen Museum, das die größte stadthistorische Sammlung Europas besitzt.

 

Damit kann die Stiftung Stadtmuseum am Stammhaus in der Wallstrasse mehr Exponate zeigen als bisher. Besucher aus aller Welt können somit Stadtgeschichte an einem Ort konzentriert erleben. 

 

Das Abgeordnetenhaus hat diesen Plänen, die maßgeblich vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Kulturstaatssekretär André Schmitz unterstützt werden, heute zugestimmt.

 

Insgesamt sollen in den nächsten fünf Jahren 36,5 Millionen Euro investiert werden. 23,8 Millionen Euro fließen in den Ausbau des Marinehauses, 12,7 Millionen Euro in die Sanierung und bessere Raumausnutzung des Märkischen Museums. Schon 2008 startet für die Gestaltung des Museumsneubaus eine europaweite Ausschreibung. 2010 könnte dann Baustart im Marinehaus sein, 2012 die Eröffnung gefeiert werden. Im Jahr 2010/11 könnten auch im Märkischen Museum die Bauarbeiten losgehen.

 

Das Marinehaus wurde 1908 erbaut, zugleich das Jahr, in dem das Märkische Museum eröffnet wurde. Das Marinehaus glänzt durch eine Fassade mit Rundbögen, einem markanten hölzernen Treppenhaus und einem bis zu 15 Meter hohen Festsaal. Während der DDR wurde es als Versammlungs- und Gesellschaftsgebäude genutzt. Seit den 80er Jahren steht es leer.

 

weitere Informationen zum Märkischen Museum